Später als alle anderen Teams sind die Damen 1 am vergangenen Samstag in die Saison gestartet. Erster Gegner waren die Nachbarn des TuS Lichterfelde, die, wie auch in den Jahren zuvor, mit einer sehr jungen, aber auch talentierten Truppe antraten.

Der Spielverlauf hätte kaum besser die derzeitige Situation der 1. BGZ-Damen wiederspiegeln können. Durch einen schwachen Start in die erste Hälfte, der durch viele Fehlpässe, Abstimmungsschwierigkeiten in der Offense und noch größere Rotationsschwierigkeiten in der Defense gezeichnet war, konnten die TuSLi-Mädels eine 11-Punkte-Führung nach dem ersten Viertel zu einer 19-Punkte-Führung zur Halbzeitpause ausbauen.

Was lief gut? Die Zehlendorferinnen zeigten sich individuell bemüht. Niemand wollte sich so einfach geschlagen geben. Jede Spielerin versuchte, in der Offense immer wieder Verantwortung zu übernehmen, um zu Punkten zu kommen.

Das Problem lag also weniger in der Bereitschaft jeder einzelnen Spielerin, sondern eher darin, Miteinander und Gemeinsam gegen TuSLi zu spielen. Dieses wurde in der Halbzeitpause durch Coach Jannes klar so formuliert: Mehr Kommunikation in der Defense, mehr Geduld und Vertrauen in das System in der Offense.

Der Start in die zweite Hälfte hätte nicht besser laufen können aus Zehlendorfer Sicht. Defensiv war das Team kaum wiederzuerkennen. Dank guter Kommunikation und dadurch sehr guter Rotationen in der Hilfe brachte BGZ das Momentum schnell auf die eigene Seite. Turnover hinter Turnover der TuSLi-Mädels ermöglichte den Gästen viele einfache Punkte aus Schnellangriffen. Gutes Reboundverhalten aller BGZ-Spielerinnen auf dem Feld sowie Geduld und Struktur im offensiven Set-Play ließen den Vorsprung der Gastgeberinnen innerhalb weniger Minuten einschmelzen und so gelang es, bereits nach 5 Minuten gespielter Zeit bis auf drei Punkte aufzuholen.

Trotz dieser überzeugenden Leistung im dritten Viertel gelang es BGZ nicht, in Führung zu gehen. Vor allem Lisa Vierhuve und Chiara Dröll, die beiden dominantesten Spielerinnen in dieser Partie auf Lichterfelder Seite, waren für das Team von Coach Jannes nur schwer zu kontrollieren. Viele einfache Punkte durch Korbleger und nahe Würfe der beiden Spielerinnen hielten TuSLi nicht nur im Spiel, sondern auch in Führung. Offensiv waren es nicht nur die vielen Bälle, die einfach nicht in den Korb fallen wollten, sondern vor allem auch wieder zu viele Passfehler, die am Ende für die erste Niederlage der BGZ-Damen sorgten. Das Spiel endete mit 72:61 aus Gastgeber-Sicht.

Die Damen 1 können dennoch positiv auf die Saison blicken. Viele kleine Lichtblicke im Spiel machten deutlich, dass es vor allem der kurzen Vorbereitung und der neuen Teamzusammensetzung zu schulden ist, dass die Mannschaft nicht eingespielt und abgestimmt genug ist. Offensiv und defensiv ist nun deutlich geworden, woran gearbeitet werden muss, bevor am 28.10. das Spiel in Hohenschönhausen gegen die Berlin Baskets ansteht.

Let’s Go BGZ!