[He 1] Trainingslager in Sandersdorf

Michel
Die neue Saison kommt so langsam wieder angetrappst. Und die ersten Herren tun alles, um die Erwartungen der Fans zu erfüllen - auf literarischer Ebene, meine ich. Wir haben nämlich einen weiteren Autor verpflichtet, der in Zukunft das Bedürfnis der Fans nach Unterhaltung und Information, Entspannung und Tiefgang mit seinen Berichten zum Basketballgeschehen bei den ersten Herren zu erfüllen suchen wird. Nebenbei spielt er auch noch bei uns mit.

... es wird präsentiert... NIKLAS. Sein Gesellenstück ist der Bericht zum Trainingslager in Sandersdorf. Robert, Niklas braucht ein Autorenacount hier im Forum. Wär nett, wenn Du ihm sein Konto dementsprechent einstellen könntest. Danke, Robert. Danke, Niklas.

Der Bericht:

Um die anstehende Saison in der 2. Regionalliga erfolgreich zu bestreiten, entschloss Trainer Jörg Kasper gemeinsam mit dem ehrwürdigen Präsidenten Gerald Stein, die Mannschaft zu einem Trainingslager in den goldenen Osten nach Sandersdorf zu schicken. Dieses malerische Örtchen, das einen Mitaufsteiger in der 2. Regionalliga an den Start schickt, liegt ca. 20 km nördlich von Leipzig in der Nähe der Boomtown Bitterfeld, praktischerweise nur wenige Kilometer von der A 9 entfernt.

Und so machte sich der BGZ -tross am Freitagnachmittag mit 10 Spielern, einem Spieler-Co-trainer und einem Trainer nach Sandersdorf auf. Dort wurde flugs die von den Sandersdorfern netterweise zu Verfügung gestellte Unterkunft bezogen, welche aus einem Großraumzimmer mit 16 Betten und einem separaten Trainerzimmer bestand, wo es sich Jörg und Co. Steffen bequem machten.

Anschließend ging es in die Halle, wo eine erste Trainingseinheit anstand. Nach dem Training stieß dann auch noch mit Niklas der letzte Teilnehmer aus dem fernen Schwabenland dazu.

Nach dem Duschen wurde vor der Unterkunft ging es in die Sportgaststätte, in welcher den Spielern Kartoffelsuppe mit Würstchen kredenzt wurde. Danach verköstigten sie auf dem Parkplatz noch das ein oder andere stärkende Malzgetränk und beobachteten die heimische Dorfjugend bei der ihr ganz eigenen Gestaltung eines Freitagabends. Schließlich wurde die Truppe von Jörg mit dem Hinweis auf das angesetzte Lauftraining am nächsten Morgen um 7:30 in die Betten gescheucht. Und siehe da, kaum war das Licht, herrscht auch schon wenige Minuten später Ruhe (was den ein oder anderen am nächsten Morgen mit Erschrecken feststellen ließ, wie alt man doch geworden sei), und die Spieler genossen in den originellen Kombinationen aus Metallbett und Hängematte den wohlverdienten Schlaf.

Am nächsten morgen erwies sich Jörg jedoch als Menschenfreund und überhörte natürlich mit voller Absicht gleich fünfmal seinen Wecker, nur um den Spielern 45 Minuten mehr Schlaf zu schenken.

Um acht waren dann aber alle auf dem Sportplatz versammelt und eine mehr oder weniger effektive Laufeinheit in Abhängigkeit zur morgendlichen Motivation wurde absolviert.

Anschließend gab es Frühstück und nach einer kleinen Ruhepause in den Betten begann um 10 die Trainingseinheit mit Ball, bei der die Taktik im Vordergrund stand.

Nach dieser gab es Spagetti Bolognese (früher Spaghetti Bolognaise) nach Sandersdorfer Geheimrezept (Für alle begeisterten Hobbyköche: Man ersetze das Hackfleisch einfach durch klein geschnittene Würste, am besten solche, die auch zur Kartoffelsuppe passen). Danach wurde von teilen der Mannschaft das Spiel Spanien gegen Serbien gesehen, der Rest schlief mal wieder.

Die nächste Trainingseinheit war um 16 Uhr angesetzt, diesmal hatte Coach Jörg eher den körperlichen Zustand der Mannschaft im Blick und quälte sie unter anderem mit zahlreichen Stabilisierungsübungen.
Anschließend ging es zur Entspannung in die Sauna.
Nach der Sportschau stand dann ein Grillabend an, bei dem Chefkoch Alex reichlich rohes Fleisch und auch das ein oder andere Salatblatt auftischte.
Danach wurde bei einigen Bier den zahlreichen Anekdoten von Moritz gelauscht oder die Zeit mit Frisbee spielen verbracht.

Gerüchten zufolge soll ein Großteil der Mannschaft auch noch in der Bitterfelder Szenedisco „Two in one“ gesichtet worden sein, Eventmanager Jörg ließ diese Gerüche unkommentiert.

Nun aber zum interessanten teil der Expedition:

Am nächsten morgen stand im Rahmen des Beck´s Cup um 11:30 das Spiel gegen den Gastgeber Sandersdorf an. Diese hatten sich im Vergleich zur Vorsaison mit einigen Spielern verstärkt.
Die erste Halbzeit lief ganz ordentlich. Es gab einige gelungene Spielzüge zu sehen und auch die Defense funktionierte halbwegs. Ab- und zu wurde aber auch noch ganz ordentlich geschlafen. So war das Spiel fast ausgeglichen zur Halbzeit (33:34).
In der zweiten erfüllten wir dann unsere Pflicht als höfliche Gäste und leisteten den Sandersdorfern kaum noch Widerstand. Nachdem vorne nichts reinwollte, passt man auch sich auch in der Defense dem Offense Niveau an und das, was Jörg das „Berliner Syndrom“ nennt trat ein: Das Spiel wurde kampflos abgeschenkt. Ein Fehlpass reihte sich anderen nächsten und die Defense war als solche nicht zu erkennen. Am Schluss verlor man mit 60:86.

Nur eine dreiviertelstunde später stand schon das nächste Spiel gegen die Dresden Titans an. Diese hatten sich, wohl um dem Namen gerecht zu werden, auch mit einem eben solchen aus den USA verstärkt. Sein Name war Bruce, er hatte Arme wie Baumstämme, slammte beim Anlaufen ohne Unterlass und schien hoch motiviert.
Ihm gegenüberstand augenscheinlich eine müde Rentnertruppe, wenn man nach dem Warmmachen der BGZler ging.
Doch mit Spielbeginn war die Müdigkeit wie weggeblasen. BGZ kam gut ins Spiel und führte nach dem ersten Viertel.
Centermonster Bruce war halbwegs unter Kontrolle und teilte sogar dem norwegischen Elch mit, er möge zwar sein „physical Play“, aber man wolle sich doch nicht verletzen. Im zweiten Viertel lief es nicht mehr ganz so gut und so lagen die Elbstädter (einfach toll, diese Synonyme) zur Halbzeit knapp in Führung, auch dank einer starken Leistung von Benni, der zeigte, dass es sich gelohnt hatte, sich am Vortag zu schonen..
In der zweiten Halbzeit ging es auch erst mal nicht so gut weiter, doch dann kam die Zeit von Bärchen. Insgesamt traf er 4 Dreier, unterbrochen nur von Jonas, der 3 Dreier ohne Fehlwurf versenkte. So setzte man sich auf ca. 10 Punkte ab, doch Dresden kam noch mal heran. Doch Jörg hatte mittlerweile seine Spezialwaffe Steffen auf Bruce angesetzt und auch dank der Freiwurfschwäche von Dresden in der Schlussphase gewann man letztendlich mit 66:63.

Das letzte Spiel gewann Dresden locker gegen Sandersdorf und sorgten so für einen verzweifelten Sandersdorfer Coach, der nun noch weniger wusste, was er von den Zehlendorfern halten sollte. Doch da war der Großteil der BGZ Crew schon lange wieder auf dem Rückweg. Den Beck´s Cup hat man so zwar sportlich verloren, aufgrund zahlreicher Leistungen an ähnlichen Flaschen darf man sich aber als moralischer Sieger fühlen.

Expeditionsteilnehmer waren:

Jonas „Jonas“ Kapteyn
Thomas „Toni“ Gabrea
Golo „Don Juan“ Grajewski
Michel “Kapt´n” Luther
Moritz „Bärchen“ Ketels
Julian „Sorgenkind“ Patton
Jonas „Katze“ Kater
Karl „50 Cent“ Mallach
Steffen „Air“ Kröhning
Benni “Krake” Sommer
Ragnar “Elch” Hoffmann
Niklas „Schwabe“ von Tschirnhaus

Jörg „Event Manager“ Kaspar

Nicht dabei waren Tröller (Diplomarbeit) und Dimi (Urlaub).


Neu dabei sind Jonas Kater, der nach einigen Jahren Pause vom Profisport noch mal angreifen will und sein Talent auch schon einige Male zeigte sowie Stahnsdorf Rückkehrer Niklas von Tschirnhaus.

Olli Clay und Isaac Fisher haben die BGZ übrigens Richtung TuSli verlassen.
ragnar
schön,dass benni im trainingslager genau das bekommen hat was er unbedingt brauchte: er wurde "MAL WIEDER SO RICHTIG" geschont, und kann sich jetzt ganz dem training widmen.
Niklas v. T.
Wer mehr über Bruce wissen möchte, kann hier mehr über ihn erfahren. (Einfach ein bißchen nach unten scrollen)Ein toller Kerl!!!
Lennart
Bruce Allmighty....