[He 1] großer kampf, kleiner ertrag im ersten heimspiel

Michel
Nachdem das erste Saisonspiel ohne Beteiligung der der ersten Herren ein nicht gerade tragisches Ende (dazu hätte es etwas mehr Dramas bedurft), dafür aber ein besonders peinliches hatte, wurde im ersten Heimspiel gegen Marzahn etwas für die Zuschauer getan. Die besondere Stärke dieser Mannschaft liegt in dieser Saison wohl in grottenschlechten ersten Vierteln. Nach fünfzehn Minuten waren es wohl nur die Getränke, die unsere Zuschauer noch in der Halle hielten. Meine Eltern hingegen wussten selbst nicht so genau, warum sie da waren. Es war ihnen auch etwas unangenehm. Allein im ersten Viertel hatte Marzahn 33 Punkte erzielt und bis zur Mitte des zweiten Viertels hatten wir uns schon einen schauerlich an letzte Woche erinnernden 20-Punkte-Rückstand erspielt.

Marzahn traf besonders gut von hinter der 3-Punkte-Linie und wir kamen fast ausnahmslos durch Fast-Breaks zu Punkten. Im Setplay waren wir ausnehmend erfolglos.

Weil aber nicht jedes Wochenende so schlimm enden darf wie das letzte und Zehlendorf nicht Hermsdorf ist und das Zehlendorfer Publikum so schön laut und fröhlich ist, drehte sich das Spiel. Moritz rastete aus und schoss alles ein; alle anderen Spieler verteidigten mit hohem Einsatz und so kam Marzahn kaum noch zu freien Würfen. Im Angriff kamen mit der Zeit auch gelungene Spielzüge zustande - bis kurz vor Ende des dritten Viertels nur noch vier Punkte Rückstand aufzuholen waren. Da traf es sich gut, dass Moritz sich mit nur zwei Verteidigern an der Mittellinie zum Buzzerbeater traf und sicher verwandelte. Zuschauer waren beglückt, und das Spiel schien gekippt.

Zu Beginn des Schlussviertels konnten wir auch gleich zum ersten Mal im Spiel in Führung gehen. Leider ging uns gen Ende ein wenig die Luft aus und in Angriff und Verteidigung unterliefen uns immer wieder leichtsinnige Fehler, so dass wir obwohl Thomas aufdrehte und drei Dreier hintereinander warf wieder in Rückstand gerieten. In den letzten paar Minuten traf Marzahn dann alle Freiwürfe und das Spiel ging mit 90:96 verloren.

Die Zuschauer hatten ein spannendes Spiel gesehen und sich auch selbstständig gut unterhalten. Den ein oder anderen werden wir hoffentlich bald mal wieder sehen. Meine Mutter will nächstes Mal nur kommen, wenn wir hoch gewinnen. Sie sagt, so sei es ihr zu aufregend.

p.s.: es gab noch einen unglaublichen Dunking von Benni. Der war aber im ersten Viertel und wurde deswegen ins post scriptum verbannt.
Michel
hier noch die Punkteverteilung:

Sommer 19
Hoffmann 3
Luther 5
Kröning 0
Patton 8
Gabrea 17
Kapteyn 0
Grajewski 6
Kater 10
Ketels 21 (5 3er)