[Da 1] Damen 1 verlieren gegen Leipzig

Mark
Leipzig gewinnt am Ende deutlich
im letzten Viertel reichte die Kraft nicht mehr
Die BG Zehlendorf verliert am Samstag vor 150 Zuschauern gegen BBV Leipzig Eagles mit 59:75 (31:34) und wartet weiterhin auf den ersten Sieg.

Nach gutem Berliner Start (5:0; 2. Minute) kam Leipzig, vor allem durch Vetrovcova (7 Punkte in Folge), immer besser ins Spiel. Es entwickelte sich ein munteres Spiel in dem sich Leipzig einen leichten Vorteil erarbeitete. Am Ende des ersten Viertel hatte Vetrovcova 11 ihrer insgesamt 21 Punkte erzielt und Leipzig eine 21:16 Führung. Danach kontrollierte Leipzig das Spiel und lag mit bis zu 8 Punkten in Führung. Zum ende des zweiten Viertels aber kämpfte sich Zehlendorf insbesondere durch Till und Dölle auf einen Punkt (31:32; 19. Minute) heran, eh Magerciakova mit zwei verwandelten Freiwürfe den Halbzeit stand von 31:34 herstellte.

Nach der Pause erarbeiteten sich die Berlinerinnen dank einer guten Verteidigung eine kleine Führung (43:39; 25. Minute). Als Leipzig die Verteidigung umstellte holten sie durch viele Ballgewinne die Führung zurück. Auch zwei Berliner Auszeiten konnten den Rückstand von 48:52 zum Ende des dritten Viertel nicht verhindern. Dann ließen die Kräfte der Berlinerinnen, die ohne ihre Top-Scorerin Höötmann auskommen mussten, merklich nach. Leipzig konnte einen Fast-Break nach dem anderen zur deutlichen Führung (75:52; 38. Minute) laufen. 7 Punkte von Dölle in den letzten beiden Spielminuten führten zum Endergebnis von 59:75.

Für Zehlendorf trafen Maren Dölle (15 Punkte) und Frauke Till (14 Punkte) am besten. Lenka Vetrovcova (21 Punkte) und Michaela Magerciakova (18 Punkte) waren für Leipzig am erfolgreichsten.
Mark
Hier der Bericht aus Leipzig:

Adler flattern zu glanzlosem Auswärtssieg
BBV Leipzig macht es sich bei 75:59-Erfolg in Berlin selbst schwer
Es kam, wie es kommen musste. Die BBV Leipzig Eagles haben am Samstagabend bei der BG Zehlendorf mit 75:59 (34:31) gewonnen und erwartungsgemäß zwei Punkte eingefahren. Dabei tat sich das Team um Kapitän Daria Cybulak gegen den noch sieglosen Aufsteiger allerdings schwer. Einzig im letzten Viertel kamen die Adler zum Fliegen. In den übrigen drei Spielabschnitten flatterten sie mehrheitlich nur umher.

"Nach dem Erfolg gegen Saarlouis war es das erwartet schwere Spiel", resümierte Coach Carmen Nastor den glanzlosen Sieg. "Wir haben es uns aber durch Unkonzentriertheiten selbst schwer gemacht. Zur Halbzeit hätten wir durchaus schon mit 20 Punkten führen können, dann wäre es einfacher gewesen." Dem hatte ihr Co-Trainer Alexandru-Emil Vicas wenig hinzuzufügen: "Das wichtigste ist, dass wir gewonnen haben." Was bleibt, sind zwei wichtige Punkte im Kampf um eine gute Play-off-Platzierung.

Nicht zum ersten Mal verschliefen die Eagles die Anfangsphase, gerieten 0:5 in Rückstand (2.), ehe die trotz Erkältung gut aufgelegte Centerin Lenka Vetrovcová mit zwei sehenswerten Bewegungen und einem Dreier den Spieß umdrehte (7:5, 4.). Als man auf 12:5 (5.) enteilte, schien alles nach Plan zu laufen. Doch dann mussten die knapp 150 Zuschauer im Cole-Sports-Center mit ansehen, wie das Spiel zusehends verflachte. Die Eagles ließen sich von der hektischen Spielweise der Gastgeberinnen grundlos anstecken und retteten sich mit einem knappen 34:31-Vorsprung in die Halbzeit.

Besserung nach der Pause: zunächst Fehlanzeige. Im Gegenteil. Durch Schwächen beim Rebound und leichtfertig vergebene Chancen ließen die Eagles nun wieder Zehlendorf ans Ruder. 39:43 nach 25 Minuten. Die BBVL-Girls taten nur das nötigste und Nastor blieb bei ihrer Achter-Rotation. Im Schlussabschnitt zeigte vor allem das Quartett Daniels, Allen, Vetrovcová und Michaela Magerciaková ihre individuelle Stärke und brachte den BBVL auf die Siegerstraße. Begünstigt wurde der Adler-Sturmflug allerdings von einem Berliner Team, das stehend k.o. und mit Fouls belastet war. Beim Stand von 75:52 (39.) schien wenigstens noch das Ergebnis angemessen auszufallen, aber durch das Einstellen der Defensive fing man letztlich noch sieben Zähler von Maren Dölle.

"Das hätten wir klarer gewinnen müssen", sagte der Sportliche Leiter Peter Maciej sichtlich angefressen. "Wir können 40 Minuten volles Tempo gehen, machen es aber nicht. Die Mannschaft hat Potenzial, das hat sie letzte Woche gezeigt. Aber es geht halt nichts von alleine, auch gegen Zehlendorf nicht." Bleibt nur zu hoffen, dass es die Eagles in der dritten Runde des DBB-Pokals gegen die Hauptstätterinnen besser machen. Das Spiel findet am 07. Dezember um 19:30 Uhr in Berlin statt. Einzig die Halle steht noch nicht fest.

BBVL: Vetrovcová (21/8 Rebounds), Magerciaková (18/7), Allen (17), Daniels (13/7) Cybulak (4), Wohlberg (2), Krug, Flasarová, Schultz, Adlerová, Harlfinger.