[Da 1] Damen 1 schlagen Mainz

Mark
In einem spannenden Spiel gewinnt die BG Zehlendorf am Samstag vor 150 Zuschauern gegen ASC Theresianum Mainz mit 78:66 (32:31) und schafft damit den ersten Sieg in der 1. Bundesliga.

Nach der deutlichen Niederlage im Nachholspiel am Freitag in Oberhausen mussten die Berlinerinnen binnen 24 Stunden ein weiteres mal ran. Die Strapazen merkte man ihnen anfangs aber kaum an. Mit gefälligem Spiel erarbeitete sich Zehlendorf schnell ein Führung (11:4; 3. Minute) welche bis zum Ende des Viertels (23:16) nicht mehr hergegeben wurde. Mainz erhöhte zunehmend den Druck auf die Berlinerinnen und zwang sie zu schlechten Würfen. Nur 4 von 18 fanden im zweiten Viertel den Weg in den Korb. Mainz verkürzte bis zur Halbzeit auf einen Punkt (32:31).

In der zweiten Halbzeit nahm Aufbauspielerin Nicola Sernow das Spiel von Zehlendorf wieder in die Hand und glänzte mit guten anspielen und 9 Punkte. Mainz spielte dagegen im Angriff viel über ihre TOP-Scorerin Nadine Grieb die von den Berlinerinnen oft nur durch Fouls zu stoppen war. Mit 10 erfolgreichen Freiwürfen und 16 ihrer insgesamt 24 Punkte hatte sie erheblichen Anteil daran das es nach drei Viertel ausgeglichen war (54:52). Eine Platzwunde zwang Grieb Anfang des vierten Viertels auf die Bank, welche Zehlendorf zu einer 11 Punkte Führung (64:53; 35. Minute) nutzten. Mainz zwang nun die Berlinerinnen durch schnelle Fouls an die Freiwurflinie. Die behielten dort aber die Nerven und verwandelten in den letzten vier Minuten 14 ihrer 19 Freiwürfe zum Endstand von 78:66.

Für Zehlendorf trafen Jessica Höötmann (23 Punkte) und Frauke Till (14 Punkte) am besten. Nadine Grieb (24 Punkte) und Kati Marie Burrows (14 Punkte) waren für Mainz am erfolgreichsten.
Gerald
Auch von meiner Seite Glückwunsch an das Team!
Mark
Hier der Bericht aus Mainz:

Leere nach desolater Leistung
Der Tiefpunkt: Bundesligafrauen des ASC Mainz unterliegen auch noch in Berlin gegen die bis dahin sieglose BG Zehlendorf
Mainzer Rhein-Zeitung vom 04.12.2006
Von Katja Osterhus

Herber Rückschlag für die Erstliga-Basketballerinnen des ASC Mainz: Die Mannschaft um Trainer Uwe Seiffert verlor nach einer über weite Strecken desolaten Leistung beim bis dahin ebenfalls sieglosen Mitaufsteiger BG Zehlendorf. Nach diesem Debakel stehen die ASC-Frauen ohne einen einzigen Sieg alleine am Tabellen-ende. Ein weiteres Jahr in der Erstklassigkeit scheint bis auf weiteres in weite Ferne gerückt. Der Tiefpunkt.

BERLIN. Katie Burrows vergrub ihr Gesicht in beiden Händen. Centerkollegin Gabriela Jandová saß ein paar Stühle weiter. Wie erstarrt. Leerer Blick. Maria Neufurth packte gedankenverloren ihre Klamotten in die Tasche. Das Entsetzen war jeder einzelnen ASC-Spielerin anzusehen. Die meisten der Mainzer Basketballfrauen flüchteten so schnell wie möglich in die Kabine. Nur schnell weg aus der Halle, in der überglückliche Gastgeberinnen ausgelassen ihren ersten Saisonsieg feierten. Der zehnte Spieltag sollte für Liganeuling ASC Mainz die Trendwende in der Ersten Bundesliga bringen. Stattdessen stürzte die bittere Niederlage bei der BG Zehlendorf Spielerinnen und Trainerduo noch tiefer in die Depression. Nach diesem 66:78 (52:54; 31:32; 16:23) beim Mitkonkurrenten gegen den Abstieg haben die ASC-Frauen ihren Tiefpunkt erreicht. In der Tabelle. Und spielerisch.

Denn was die ASC-Frauen in dieser so wichtigen Begegnung ablieferten, hatte mit Basketball auf Erstliga-Niveau die meiste Zeit über nur noch wenig zu tun. Spielerinnen, das Trainerduo Uwe Seiffert/Florian Lambinet und Teammanager Ulrich Dünnes bestätigten: Das war zu wenig. Viel zu wenig. "Über die Hälfte der Spielzeit war das gar nix von uns", stellte Seiffert geknickt fest. "Wir sind ganz schlecht reingekommen und haben es heute überhaupt nicht verstanden, den Kampf anzunehmen."

Obwohl die ASC-Frauen immer wieder Phasen schufen, in denen auf Mainzer Seite die Hoffnung auf Besserung aufkeimte. So wie zwischen der fünften (6:16) und achten Minute (16:17). Eine der seltenen Phasen, in denen die Gäste ihre Ballgewinne konsequent auch in Punkte verwandelten. Oder Mitte des zweiten Viertels. Als Flügelspielerin Silke Faber aus knapp acht Metern zum 29:28 die erste ASC-Führung rausschoss. Allerdings - und das ist keineswegs neu in dieser Saison - bringt sich der Aufsteiger immer wieder selbst um den Lohn. Hektik kommt auf. Die Angriffsbemühungen versanden in Hilflosigkeit. Kein Teamspiel. Ballverluste. Unaufmerksamkeiten. Unnötige Fouls. Und schon hat sich der Gegner in einer zerfahrenen Nichtabstiegs-Partie wieder einen beruhigenden Vorsprung von sieben bis elf Punkten erspielt. . Seiffert: "Jede, die den Ball hatte, war sofort verunsichert."

Ihre beste Phase hatten die ASC-Frauen gegen Ende des dritten Viertels. Nach der Umstellung auf Pressverteidigung kamen die Gäste von 41:50 (27.) auf 52:54 zurück. Hoffnung. Bis zur 32. Minute: Nadine Grieb bekommt einen Schlag auf ihren im Pokalspiel beim BC Marburg kassierten Cut an der Augenbraue. Die ASC-Centerin, die im dritten Spielabschnitt 16 der 21 Mainzer Punkte machte, muss behandelt werden. Der Knackpunkt. Mit dem zwischenzeitlichen Aus ihrer besten Scorerin verabschieden sich die Gäste komplett aus dem Angriff. Katie Burrows macht in der 38. Minute (!) den ersten ASC-Feldkorb. Indiskutabel. Deshalb treten negative Begleitumstände wie die lange Anreise (per Bus und Bahn nonstop zwölf Stunden unterwegs vor Spielbeginn) oder die Beschwerden der gesundheitlich angeschlagenen Katharina Schnitzler, Elisa Ruhl und Ana-Maria Kammer in den Hintergrund.

Individuell und als Team fehlt dem Aufsteiger nach wie vor jede Konstanz. In Zehlendorf kam (auch bedingt durch den kurzfristigen Ausfall von Conny Berkhoff) erneut keine Entlastung von außen. Die einzigen Dreier traf Silke Faber. Die 20-Jährige nahm der ASC-Trainer daher ebenso aus der Einzelkritik wie Youngster Maria Neufurth (starke Verteidigung, ruhiger Aufbau) und Nadine Grieb, die derzeit als einzige ASC-Frau immer in der Lage ist, spielerisch und kämpferisch ihr Bestes zu geben. "Bis auf Nadine unterliegen alle zu großen Schwankungen. Wir verlieren regelmäßig den Kopf und das ist langsam nicht mehr nur damit zu erklären, dass das Team jung ist", sagte Seiffert, der dazu auch die Schlussphase zählte, als die ASC-Frauen zu spät und dann noch mit den sichersten BG-Freiwurfschützen Stop-the-clock spielten. "Das waren heute drei Schritte zurück."
ireti
way to go.....ich wusste ihr packt das. hab mich riesig gefreut. werde weitherhin mitverfolgen wie es bei euch laeuft. ich druecke euch die daumen und denke an euch. dicker kuss an alle bgz damen.
RUN THE TABLES LADYS