Mark
Die BG Zehlendorf verliert am Samstag vor 180 Zuschauern in einer spannenden Begegnung gegen Eisvögel USC Freiburg knapp mit 62:68 (29:34). Für Zehlendorf erzielten Jessica Höötmann (14 Pkt.) und Frauke Till (12 Pkt.) die meisten Punkte. Sarah Hayes (23 Pkt.) und Mirna Paunovic (14 Pkt.) trafen für Freiburg am besten.
Nicolai
Quelle: Badische Zeitung vom 05.02.2007
Berlin ist zweifach eine Reise wert
Freiburgs Erstliga-Basketballerinnen gewinnen beim Tabellenvorletzten Zehlendorf mit 68:62
Von unserem Redakteur Georg Gulde
BERLIN/FREIBURG. Dass Berlin eine Reise wert sein kann, wissen nicht nur die Fußballer, die dort das nationale Pokalfinale austragen, und viele Touristen: Auch die Erstliga-Basketballerinnen des USC Freiburg haben sich am Sonntagvormittag mit den besonderen Reizen der Hauptstadt auseinander gesetzt. In Kleingruppen sind sie ausgeschwärmt, ehe um 16 Uhr der Rückflug nach Mulhouse anstand. Vielleicht hatten einige Spielerinnen das Sonntag-Vergnügen schon im Kopf, als sie am Samstag zum Bundesligaspiel bei der BG Zehlendorf antraten, das die USC-Frauen mühevoll 68:62 (15:20, 19:9, 17:16, 17:17) für sich entschieden.
Auf dem Papier war das eine klare Sache, zumal der Tabellenzweite aus Südbaden das Hinspiel gegen den Tabellenvorletzten deutlich für sich entschieden hatte (90:56). Doch die Breisgauerinnen waren anfangs zu unkonzentriert. Weder beim Rebound noch bei den Schnellangriffen erreichte die Mannschaft von Trainer Usamedin Mehmed Normalform. Und das gegen ein Team, das sich im Vergleich zum Vorrundenspiel nicht verändert hatte: Denn der Aufsteiger musste am Samstagabend auf Neuzugang Isabelle Grenier verzichten, die aus familiären Gründen fehlte. Auf der Ex-Dorstenerin ruhen neuerdings vor allem die Hoffnungen der BG, den Abstieg verhindern zu können.
Erst im zweiten Viertel lief’s dank intensiverer Verteidigungsarbeit besser für den USC. Der langen BG-Garde pflückten Mirna Paunovic, Tiffany Winkfield und Sarah Hayes nun oft den Ball weg. Dann wurde Franziska Höre eingesetzt, die das Spiel schnell machte und ihre Kameradinnen in gute Wurfpositionen brachte.
Die Konzentration hielt jedoch nur noch einige Minuten im dritten Viertel an (USC mit 14 Punkten vorn). Dann ging’s wieder leger zu. Drei Minuten vor Schluss war Zehlendorf bis auf vier Zähler herangekommen, danach konterte der Gast wieder. Deshalb war Berlin für die Eisvögel auch vom Ergebnis her eine Reise wert.
Zehlendorf: Sernow (5 Punkte), Schwarz (9/davon 1 Dreier), Wenzel (2), Westebbe (9), Höötmann (14/4), Till (12), Sommer (nicht eingesetzt), Dölle (11/1). Freiburg: Penno (4), Möller (n. e.), F. Höre (3/1), Biemer (6/1), Ledergerber (n. e.), Wehrenbrecht (7), Paunovic (14), Hayes (23/1), Callahan (2), Winkfield (9). Zuschauer: 200.
Nicolai
03.02.2007
Erfolgreiche Spiele mit der Spannung
Die EISVÖGEL siegen bei ihrem Berlindebut mit 68:62 gegen BG Zehlendorf. Heimflug morgen Nachmittag.
Sie werden mit den erhofften zwei Punkten aus der Bundeshauptstadt zurückkommen. Die EISVÖGEL haben die Pflichtaufgabe beim Tabellenvorletzten gemeistert. Weniger deutlich als vielleicht erhofft, aber ein vorentscheidender Run im zweiten Viertel sollte reichen, um die erneut ersatzgeschwächten Gastgeberinnen auf Distanz zu halten.
Es schien ganz so, als ob mit dem turbulenten Flug in den Norden und nach der holprigen Landung in Berlin Schönefeld die gesamte Spannung von den EISVÖGELN gefallen sei. Nicht jede Spielerin hatte sich auf den Flug gefreut, und so war die Erleichterung nach dem Touch down wohl eher keine gute Vorbereitung auf einen Gegner, der zudem noch auf seine Führungsspielerin Isabelle Grenier verzichten mußte. Zumindest ließ der völlig mißlungene Start ins Spiel diesen Schluss zu. 15:20 hieß es nach 10 Spielminuten aus Sicht der EISVÖGEL.
Coach Mehmed verordnete nun eine aggressivere Verteidungsgangart. Mit sofortigem Erfolg. Die EISVÖGEL wachten auf, entschieden das zweite Viertel mit 19:9 für sich. Halbzeitstand 34:29. Die Vorentscheidung. Denn anders als in den bisherigen Matches gegen die Kellerteams begnügte sich das Team nun, den Vorsprung zu verwalten, der zwischenzeitlich auch auf neun Punkte anwuchs.
Gegen die in der zweiten Halbzeit sehr dicht stehende Zonenverteidigung der Zehlendorferinnen reichten schließlich ein paar entscheidende Fastbreaks der Freiburgerinnen. Sarah Hayes punktete hochprozentig, Mirna Paunovic dominierte die Bretter und Sunny Biemer setzte mit sechs Assists ihre Mitspielerinnen glänzend ein. Am Ende sprach in einem recht ausgeglichenen Scouting die Trefferquote aus dem Feld mit 49 zu 41 Prozent und die Freiwurfquote von 78 zu 71 Prozent für den USC Freiburg. Der verabschiedete sich, nahm noch ein gemeinsames Abendessen ein und verzog sich müde auf die Hotelzimmer. Der Sonntag soll noch zu einem Stadtrundgang mit Sightseeing genutzt werden, bevor am späten Nachmittag bei der Fahrt zum Flughafen dann wieder die Spannung steigen wird... Kommt gut zurück!
Gegen Zehlendorf punkteten:
Hayes 23/1, Paunovic 14, Winkfield 9, Wehrenbrecht 7, Biemer 6/1, Penno 4, Höre 3/1, Callahan 2, Möller und Ledergerber n.e.
Viertel:
20:15; 9:19; 16:17; 17:17
Quelle:
Spielbericht vom Gegner