[Da 1] erneut knappe Niederlage

Mark
Die BG Zehlendorf verliert am Samstag vor 100 Zuschauern in einem spannenden Spiel gegen BBV Leipzig Eagles erneut knapp mit 77:80 (41:43). Der letzte erfolgreiche Dreipunktewurfversuch von Höötmann kam leider unmittelbar nach der Sirene. Für Zehlendorf erzielten Jessica Höötmann (32 Pkt.) und Isabelle Grenier (18 Pkt.) mit jeweils 6 Dreiern die meisten Punkte. Tertrina Daniels (25 Pkt.) und Petra Manakova (19 Pkt.) trafen für Leipzig am besten.
Mark
Hier der Bericht aus Leipzig:

Bangen bis zum Schluss
BBVL bezwingt Zehlendorf mit viel Fortüne 80:77 und steht weiterhin auf Play-off-Platz
Das war knapp. Die BBV Leipzig Eagles haben am Samstagabend die BG Zehlendorf 80:77 (43:41) bezwungen und damit ihr erstes "Endspiel" im Rennen um die Play-off-Plätze gewonnen. Dabei mussten sie jedoch bis zum Schluss bangen. Erst mit dem Abpfiff war die kampfbetonte und von Fehlern geprägte Partie entschieden – dank Sakellie Daniels mit dem glücklicheren Ende für die Eagles. Für das Team von Trainerin Carmen Nastor war es der erste Sieg nach fünf Niederlagen in Folge, wodurch man weiterhin auf einem Play-off-Platz steht. Da auch Verfolger Chemnitz gewann, fällt die endgültige Entscheidung über die Teilnahme an der Meisterschaftsendrunde erst in den letzten drei Spielen der Hauptrunde.

"Das war ein sehr wichtiger Sieg für die Moral", sagte Trainerin Nastor erleichtert. "Auch wenn es kein schönes Spiel war." Das war es wahrlich nicht. 23 Ballverluste leisteten sich die Eagles, spielten nur im ersten Viertel Basketball (28:18 ). Danach regierte das Chaos und die Adler hatten ihre liebe Mühe, dass die Partie nicht ganz kippte. Ganze 33 (!) Dreierversuche Zehlendorfs ließ man zu, wovon beachtliche zwölf ihr Ziel fanden. Umso verständlicher der Kommentar von Petra Manaková, die am Ende fast zur tragischen Heldin geworden wäre: "Das war ein schlechtes Spiel. Ich möchte mich dafür bei den Zuschauern entschuldigen. Das kommt nicht wieder vor, versprochen."

Etwas mehr als zwei Minuten vor Schluss begannen sich in der Mehrzweckhalle der Arena Leipzig die Ereignisse zu überschlagen. Soeben hatte Katarina Flasarová ihre Eagles durch einen Dreier mit 74:71 in Front gebracht. Doch Isabelle Grenier gleicht für Berlin per Distanzwurf wieder aus. Es folgt ein Pass auf Sakellie Daniels. Die zieht zum Korb und wird von Maren Dölle festgehalten. Unsportliches Foul entscheiden die Schiedsrichter. Daniels verwandelt sicher. Danach zittert Petra Manaková zwei Freiwürfe zum 78:74 rein. Noch eine Minute zu spielen.

Zehlendorfs Jenny Schwarz zeigt an der Freiwurflinie Nerven, verwirft einen. Gerangel folgt. Manaková greift sich den Ball. Wenig später gleitet er ihr wieder aus den Händen. Doch Daniels fängt den nächsten Einwurf ab. Langer Pass auf Manaková. Da war das Leder wieder weg. Im Chaos des Gegenzuges holt sich Nicola Sernow den Rebound und bringt Berlin auf 77:78 ran. 6,9 Sekunden noch auf der Uhr. Ballbesitz Leipzig. Daniels dribbelt weit in die eigene Hälfte, wird von Schwarz gefoult und geht an die Linie. Nun liegt es an der 22-jährigen US-Amerikanerin. Die Spannung zum Zerreißen. Doch Daniels bleibt cool, krönt ihre gute zweite Halbzeit mit den Punkten 24 und 25 zum 80:77. Es sollten die letzten und entscheidenden sein. Denn der Dreier der überragenden BGZ-Akteurin Jessica Höötmann (32 Punkte) trifft zwar, kommt aber einen Tick zu spät.

Danach tiefes Durchatmen bei BBVL-Top-Scorerin Sakellie Daniels: "Puh, ich bin froh, dass wir gewonnen haben und hoffe, dass uns der Sieg das nötige Selbstvertrauen für die nächsten Spiele gibt." Für die beiden Auswärtsaufgaben gegen Mainz und Göttingen wird aber dennoch eine deutliche Leistungssteigerung von Nöten sein. Insbesondere dann, wenn die Adler nicht bis zum letzten Heimspiel der Hauptrunde (17.03.07, gegen Dorsten) um die Play-offs bangen wollen.

BBVL: Daniels (25, 11 Rebounds), Manaková (19, 16 Reb., 7 Assists), Flasarová (14, 7 Ass.), Krug (12), Vetrovcová (6), Cybulak (4), Adlerová, Harlfinger, Schultz, Rösner.
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Hier der Bericht zum Spieltag von der DBBL:

Der 19. Spieltag
Samstag, 24.02.07
CCat - ASC 82:79
BBVL - BGZ 80:77
NBO - BCM 78:83
USCF - BG74 88:76
Sonntag, 25.02.07
MTSV - BGDo 74:81
TVS - WBG 92:82

Einen neuen Nachbarn hat der DBBL-Tabellenführer BG Dorsten bekommen. Der TV Saarlouis schlug erneut den TSV Wasserburg 92:82 (32:30) und verdrängte den amtierenden deutschen Meister damit vom zweiten Tabellenplatz. 1200 Zuschauer sahen eine kampfbetonte Partie (27:32 Fouls). Nach einem kurzen Abtasten (11:13), legten beide Teams richtig los, jedoch behielt Saarlouis meist die Oberhand (21:17, 28:23, 32:29). Auch die zunehmende Foulbelastung der Leistungsträger auf beiden Seiten tat dem Spieltempo keinen Abbruch. Beste Werferin der Partie wurde Rachel Wojdowski vom TV mit 24 Punkten (2 Dreier), gefolgt von Wasserburgs Katrina Hibbert (19 Punkte/1 Dreier).

Im Duell der Aufsteiger setzten sich die ChemCats aus Chemnitz gegen den ASC Mainz mit 82:79 (45:34) durch. Zwar hatten die Gäste den besseren Start erwischt (13:18 ), leisteten sich jedoch im zweiten Viertel eine ganze Reihe von Ballverlusten, welche die Gegnerinnen eiskalt ausnutzten (32:16). Der ASC hatte sich nach der Halbzeit zwar wieder gefangen und dominierte nun die Partie auch Phasenweise(16:19; 21:26)., trotzdem liefen die Gäste weiterhin dem Chemnitzer Vorsprung aus dem zweiten Viertel hinterher. Mit Katie Burrows (21/1 Dreier/ 12 Rebounds) und Silke Faber (20/ 5 Dreier) knackten gleich zwei ASC-Spielerinnen die 20-Punkte-Marke.

Einen knappen 80:77 (43:41)-Sieg verbuchten die Eagles aus Leipzig gegen die BG Zehlendorf. Nach einen starken Auftakt der Gastgeberinnen, verloren die Eagles im zweiten Abschnitt den Faden und leisteten sich, ebenso wie die BG, Fehler am laufenden Bande. Immer wieder schoss Zehlendorf unbehelligt von der Dreipunktelinie und versenkte 12 von 33 Versuchen. Die letzten zwei Minuten wurden zum Krimi. In einem Kopf-an-Kopf-Rennen behält Leipzig das etwas glücklichere Händchen. Nur den Bruchteil einer Sekunde zu spät kam der Dreier von BG-Centerin und Topscorerin Jessica Höötmann, die 32 Punkte (6 Dreier) beisteuerte – keine Verlängerung. Für Leipzig machte Tertrina Daniels (25,/ 1 Dreier/11 Rebounds) die meisten Punkte.

Mit 78:83 (41:48 ) mussten sich die New Baskets aus Oberhausen dem BC Marburg geschlagen geben. Zu dominant für Oberhausen agierte Marburg unter den Körben (42:20 Rebounds). Oberhausen ließ sich immer wieder in die Mitteldistanz zurückdrängen, traf von dort aber nur sechs von 21 Versuchen. Leistungsträgerin Sophie von Saldern war nach langer Krankheit zum ersten Mal wieder an Bord, konnte ihrem Team jedoch noch nicht helfen. Hicran Özen wurde mit 21 Punkten (3 Dreier) zur besten Werferin der Partie.

Mit 88:76 (45:36) schlugen die Eisvögel des USC Freiburg die BG Göttingen. Göttingen spielte zunächst stark auf und schien den Negativtrend der letzten Wochen endgültig abschütteln zu wollen. Doch auch Freiburg zeigte sich gewohnt kampfbetont und führten immer um eine halbe Nasenlänge. Doch Göttingen blieb dem USC auf den Fersen und verhinderte, dass sich die Gastgeberinnen entscheidend absetzen konnten. So blieb es bis zur letzten Minute spannend. Durch Fastbreaks in den letzten Minuten sicherte sich der USC schließlich den Sieg. Beste Werferin wurde Freiburgs Sarah Hayes (21/1 Dreier/ 8 Rebounds).

Eine 74:81 (44:35)-Niederlage musste der MTSV Schwabing gegen die BG Dorsten hinnehmen. Dabei sah es in der ersten Hälfte gar nicht so schlecht für die Gastgeberinnen aus (17:18, 27:17). Nach der Pause setzte die BG jedoch zum Sprint an und drehte das Spiel innerhalb weniger Minuten (12:25). Schwabing erholte sich zwar noch einmal (18:21), hatte aber nicht die Kraft, das Spiel erneut herum zu reißen. Beste Werferin wurde Schwabings Sandra Caroll (21/3 Dreier).