[Da 1] erneut Niederlage nach Verlängerung

Mark
Die BG Zehlendorf verliert am Samstag vor 450 Zuschauern in einem spannenden Spiel gegen ASC Theresianum Mainz nach Verlängerung mit 81:85 (40:40,72:72). Für Zehlendorf erzielten Franziska Wenzel (20 Pkt.) und Nicola Sernow (16 Pkt.) die meisten Punkte. Kati Burrows (20 Pkt.) und Silke Faber (17 Pkt.) trafen für Mainz am besten.
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Hier der Bericht aus Mainz:

Süße Belohnung zum Genießen
ASC-Frauen ringen im Nichtabstiegskrimi BG Zehlendorf nieder und feiern vierten Saisonsieg - Rettung bleibt möglich
Mainzer Rhein-Zeitung vom 12.03.2007
von Katja Osterhus

Die Bundesliga-Basketballerinnen des ASC Mainz haben eine kleine Serie hingelegt. Das Team von ASC-Trainer Uwe Seiffert rang im Kampf gegen den Abstieg Mitaufsteiger BG Zehlendorf nieder. Nach diesem dritten Heimsieg in Folge gehen die ASC-Frauen als Vorletzter in die Play-downs. Rechenexempel zum möglichen Klassenverbleib bei jetzt nur noch vier Punkten Rückstand waren vorerst zweitrangig. Spielerinnen und Trainer genossen die verdiente Ausbeute, mit viel Moral und gegen alle Widerstände die angepeilten vier Siege in der Rückrunde erkämpft zu haben.

ASC Mainz - BG Zehlendorf 85:81 n.V.

MAINZ. Schon lange saßen die knapp 400 Zuschauer nicht mehr auf ihren Sitzen. Drei Viertel lang (mit Ausnahme der ersten zehn Minuten) hatten sich die Basketballerinnen des ASC Mainz und der BG Zehlendorf ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. Die letzte Spielminute: Die Gäste erhöhen von der Freiwurflinie auf 69:72 aus Mainzer Sicht. Die ASC-Frauen im Angriff. Centerin Katie Burrows bekommt den Ball. Dreier. Drin. 72:72. Noch 28 Sekunden. Die Fans schreien, klatschen, trampeln. Um die Defense zu unterstützen. Die Uhr tickt. BG-Spielmacherin Nicola Sernow zieht zum Korb. Ein Pfiff. Foul. Noch acht Sekunden. Sernow geht an die Linie. Und wirft. Vorbei. Zwei Mal. Verlängerung.

Dieses Glück lassen die ASC-Frauen danach nicht mehr los. Flügelspielerin Silke Faber versenkt in der dritten Minute der Verlängerung ihren fünften Dreier zur 78:75-Führung. Nadine Grieb verwandelt 29 Sekunden vor dem Ende ein Zuspiel von Centerkollegin Katie Burrows. 82:79. Faber und Burrows beweisen beim Freiwurf Nervenstärke. Schlusssirene. Jubelszenen. Die ASC-Frauen feierten mit diesem 85:81 n.V. (72:72; 57:56; 40:40; 21:14) über Mitaufsteiger BG Zehlendorf den noch vor Wochen kaum für möglich gehaltenen vierten Saisonsieg in der Ersten Bundesliga.

Ein Erfolg des Willens. "Das war für uns extrem wichtig. Jetzt haben wir die acht Punkte, die wir wollten", sagte ASC-Trainer Uwe Seiffert. "Das Team hat sich diesen Sieg verdient. In den entscheidenden Phasen haben wir uns reingebissen." Dabei sah es anfangs so aus, als könnten die ASC-Frauen in diesem Duell der beiden Kellerkinder eine neue Souveränität aufblitzen lassen. Tadellose Trefferquote, aufmerksam beim Rebound, variabel im Angriff. Grieb brachte die Gastgeberinnen nach fünf Minuten mit acht Punkten (16:8 ) in Führung. Flügelspielerin Ana-Maria Kammer, die Coach Seiffert später für ihre Defensivleistung gegen BG-Distanzspezialistin Isabelle Grenier lobte, sorgte per Dreier für das 21:14 nach zehn Minuten. Ehe das große Zittern begann.

Plötzlich verloren die ASC-Frauen ihre Linie. Vorne prägten nun Einzelaktionen die Bemühungen. Ballverluste häuften sich. Defensiv hatten die Gastgeberinnen zwar die beiden BG-Topscorerinnen Jessica Höötmann und Grenier gut im Griff. Dafür wirbelte die quirlige Aufbauspielerin Sernow und punktete Franziska Wenzel. Nach 15 Minuten (25:25) stand der Nichtabstiegskrimi wieder am Anfang. Keine der beiden Mannschaften konnte sich einen entscheidenden Vorteil erarbeiten. Mal lagen die ASC-Frauen knapp vorne, dann wieder die Gäste.

Ein Nervenspiel. "Wir haben die ganze erste Halbzeit nicht ordentlich verteidigt", bemängelte Seiffert. Auch im Angriff habe sein Team nicht so konsequent zusammengespielt wie in den vergangenen drei Partien. "Die Mädchen waren etwas verunsichert und haben ihre freien Würfe nicht genommen. Dann wollte plötzlich jede punkten." Trotzdem wollte der 32-Jährige die Leistung seiner Spielerinnen nicht schlecht reden.

Immerhin besannen sich die ASC-Frauen in den Phasen, in denen es drauf ankam, auf ihre (neuen) Stärken. So wie Anfang des dritten Viertels, als die BG-Spielerinnen mit fünf Punkten (40:45) die höchste Führung erkämpft hatten, die Gastgeberinnen aber sofort in der Verteidigung zulegten und so erst gar keinen Lauf des Gegners aufkommen ließen. Zumal ASC-Centerin Gabriela Jandová ihr Team in dieser Phase mit zehn Punkten in Serie offensiv alleine im Spiel hielt. Oder im vierten Abschnitt. Als die Mainzerinnen mit drei Dreiern (Wenderoth, Faber, Burrows) die lang ersehnte Entlastung und neue Qualität im Angriff zeigten.

"In den entscheidenden Momenten hatten wir wichtige Ballgewinne", lobte Seiffert. "Das Team hat sich immer wieder selbst rausgezogen." Und das glückliche Ende für sich gehabt. Eine süße Belohnung zum Genießen.

Start verpennt - BG-Trainerin lobt ASC

MAINZ. Alexandra Maerz musste erst einmal frische Luft schnappen. Die Trainerin der BG Zehlendorf grübelte vor dem Theresianum über das nächste Kapitel in der Serie der bitteren Niederlagen. "Wenn es irgendjemanden in der Berliner Presse interessieren würde, wäre das wohl die Schlagzeile." Trotz aller Enttäuschung über den unglücklich verpassten dritten Saisonsieg gehörte Maerz' erster Gedanke dem Gegner. "Mainz hat verdient gewonnen", sagte die 34-Jährige. "Die machen momentan mit ähnlichen Voraussetzungen wie wir eine tolle Nummer. Respekt, wie der ASC sich da rausgezogen hat."

Maerz fühlte sich in ihrer Ahnung bestätigt, dass die jüngsten Mainzer Erfolgserlebnisse in einem engen Spiel den Ausschlag geben könnten. "Der ASC hat den Schwung mitgebracht." Und das Glück gehabt, dass Nicola Sernow die zwei Freiwürfe nicht traf. Einen Vorwurf machte Maerz ihrer Aufbaufrau deshalb nicht. Ein Knackpunkt sei abgesehen von Nervosität das verschlafene erste Viertel gewesen. "Das war für eine Mannschaft, die gegen den Abstieg kämpft, zu wenig", gestand Maerz. Hinten habe ihr Team insgesamt zu viel zugelassen. "40 Punkte für uns zur Pause sind toll. Aber mit der Qualität unserer Defense war ich nicht zufrieden."
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Hier der Bericht zum Spieltag von der DBBL:

Samstag, 10.03.07
WBG - USCF 70:64
NBO - MTSV 83:70
ASC - BGZ 85:81
BCM - CCat 75:78
Sonntag, 11.03.07
TVS - BGDo 76:74
BG74 - BBVL 76:93

Mit 70:64 (33:23) siegte der TSV Wasserburg gegen den USC Freiburg. Wasserburg dominierte von Beginn an. In den letzten Minuten kam der USC dann aber doch noch einmal auf 62:64 heran. Wasserburg versenkte jedoch sechs Freiwürfe und sicherte sich den Sieg. Überschattet wurde der Erfolg allerdings durch eine Verletzung von TSV-Centerin Wanda Guyton, die sich wenige Sekunden vor Schluss das Knie verdrehte und nicht mehr weiter spielen konnte. Beste Werferin wurde Freiburgs Mirna Paunovic mit 26 Punkten (1 Dreier).

Einen 83:71 (51:37)-Sieg fuhren die New Baskets Oberhausen gegen den MTSV Schwabing ein. Nach durchwachsenen Wochen legte NBO los wie die Feuerwehr und machte schon im ersten Viertel alles klar. Schwabing erholte sich zwar von dem 26:11-Schock des ersten Viertels, konnte den Rückstand aber kaum aufholen. Lea Mersch (NBO) wurde zur besten Werferin (26/ 11Rebounds). Schwabing ist nun punktgleich mit den Abstiegsbedrohten ChemCats Chemnitz und muss am letzten Spieltag gegen Marburg alles geben.

Im Kellerduell siegte der ASC Mainz 85:81 (40:40) gegen die BG Zehelendorf nach Verlängerung. Nach einem starken ersten Viertel ließ Mainz die Gäste im zweiten Viertel wieder herankommen. Dennoch verstand es der ASC immer wieder BG-Topscorerin Jessica Höötmann aus dem Spiel zu nehmen und auch die Dreierversuche von Isabelle Grenier wollten einfach nicht gelingen (12:2 Treffer). Aber Zehlendorf ließ sich nicht entmutigen und sicherte sich die Rebounds in der Offensive. In der Verlängerung legte Mainz dann noch einmal einen kurzen Spurt hin, den der erneut kleine BG-Kader nicht mehr stoppen konnte. Beste Werferinnen wurden Katie Burrows (20/ 2Dreier) und Franziska Wenzel (20/ 12:12 Freiwürfe).

Eine überraschende 75:78 (38:41)-Niederlage musste der BC Marburg gegen die ChemCats Chemnitz einstecken. Die Play-Downs scheint der Absteiger zwar nicht mehr abwenden zu können, dass die ChemCats aber zupacken können, demonstrierten sie in Marburg. Von Beginn an ließ sich der Aufsteiger nicht abschütteln. Marburg leistete sich zu viele Fehlwürfe und hinderte sich so selbst daran, einen Vorsprung zwischen sich und die hart kämpfenden Gäste zu bringen (18:22; 20:19; 16:19; 21:18 ). Beste Werferin wurde Romy Bär (Chemnitz) mit 30 Punkten (3 Dreier).

Einen knappen 76:74 (40:38 )-Sieg fuhr der TV Saarlouis gegen die BG Dorsten ein. Die BG steht damit zwar weiterhin auf dem ersten Platz, muss aber auch kurz vor den Play-Offs auf Centerin Michelle Maslowski verzichten, die sich einer Operation am Knie unterziehen musste. Die wichtigen Rebounds der Amerikanerin fehlten der BG ebenso, wie ihre Punkte. In die Bresche sprangen Doro Richter (19/ 3 Dreier) und Nicki Johnson (18/ 2 Dreier). Saarlouis war aber ebenso wild entschlossen die Tabellenspitze anzugreifen. Julie Page (24), Rachel Wojdowski (21) und Katja Zberch (17) machten ein starkes Spiel. Und obwohl der TV an diesem Tag nicht einen einzigen Dreier traf (10:0) behielt das Team die Oberhand. Dorsten muss nun am letzten Spieltag gegen Leipzig ran, Saarlouis empfängt den ACS Mainz.

Einen Befreiungsschlag landeten die Eagles aus Leipzig. Mit 93:76 (36:50) siegte das Team bei der BG Göttingen. Das die Adler nichts mit dem Abstieg zu tun haben wollen, zeigten sie deutlich. Von Beginn an Kämpfte Leipzig hart und ließ die BG gar nicht erst zum Zuge kommen (16:25, 20:25, 18:25, 22:18 ). Beste Werferin wurde Leipzigs Katarina Flasarova mit 26 Punkten, davon sechs Dreier. Für Göttingen gibt es am letzten Spieltag nun ein erstes Abtasten mit dem potenziellen Play-Down-Gegner aus Chemnitz. Leipzig muss in Dorsten antreten.