[Da 1] erneut knappe Niederlage

Mark
Die BG Zehlendorf verliert am Samstag vor 370 Zuschauern gegen die ChemCats Chemnitz mit 49:53 (28:30). Für Zehlendorf erzielten Maren Dölle (11 Pkt.) und Jessica Höötmann (10 Pkt.) die meisten Punkte. Eszter Csontos (19 Pkt.) und Romy Bär (15 Pkt.) trafen für Chemnitz am besten.
Mark
Hier der Bericht aus Chemnitz:

Captain Csontos einmal mehr die Leaderin
Neuer Rekord? 27 Prozent Quote, und doch gewonnen
2. Spieltag der Play-down-Runde 1. DBBL
Samstag, 07.04.07: ChemCats Chemnitz vs. BG Zehlendorf 53:49 (20:18, 30:28, 36:40)

Das mühsame österliche Körbesammeln war von Erfolg gekrönt - die ChemCats gewannen am Nachmittag ein umkämpftes Hauen und Stechen gegen Zehlendorf mit 53:49 (30:28 ). Happy-End damit für die erneut verkrampften Gastgeber, die nun bei vier ausstehenden Partien acht Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz haben. Der entgültige Klassenerhalt ist dies aber zumindest rechnerisch noch nicht, ein weiterer Sieg wird demnach noch benötigt.

Die rund 350 Zuschauer wurden vier Viertel lang auf die Folter gespannt. Das 11:6 in der sechsten Minute war schon die höchste Chemnitzer Führung der gesamten Partie. Doch Zehlendorfs Topscorerin Höötmann, die danach erfolgreich an die "Kette" gelegt wurde, konterte anfangs mit zwei Dreiern. Sechs weitere Führungswechsel sollte es bis zur Halbzeit geben.

Nein, ein Spiel für Basketball-Ästheten sollte und konnte es wohl nicht sein. Das Spiel lebte von der Spannung. Im zweiten, dritten und vierten Viertel brauchten die Cats jeweils rund drei Minuten bis zu ihren ersten Punkten. Beide Teams überboten sich in Fehlwürfen, verteidigten aber mehrheitlich recht konzentriert. Im dritten Viertel gewannen die Gäste die Oberhand und holten sich beim 34:40 (28.) ihren höchsten Vorsprung.

Mit einem letztlich vorentscheidenden "Hoch" drehten die Chemnitzerinnen jedoch erneut das Spiel und erzielten zwischen 33. und 36. Minute zehn Punkte ohne Gegenkorb (46:42). Da offensiv auch bei den Gästen "Schmalhans Küchenmeister" war, sollten die Cats anschließend nicht mehr ernsthaft in Gefahr geraten. Trotzdem brauchte es beim 49:47 in der Schlussminute noch einmal Captain Csontos, die ihre vier Freiwurfversuche erfolgreich gestaltete und damit den Sieg ins Trockene brachte.

Fast schon einen Eintrag ins Guinness-Buch-der-Rekorde dürften die gerademal 27 Prozent Wurfquote sein, mit denen das Spiel trotzdem gewonnen wurde (gegenüber von 34 bei den Gästen). Auffällig unterirdisch war erneut die Dreierquote (2/22 oder 9%), eigentlich "die" Waffe der ChemCats, bei mindestens vier ausgewiesenen Dreierschützinnen im Team. Dafür sprach endlich einmal das Reboundverhältnis (45:32) eindeutig für die Cats, ebenso die Zahl der Würfe (66 gegenüber 53).

"Heute haben wir unseren Siegeswillen wiedergefunden", resümierte Coach Scheidhauer. "Klar - schöner Basketball sieht anders aus. Doch obwohl wir heute nie einen Spielfluss fanden und dadurch keine Sicherheit in unser Spiel brachten, haben wir bis zum Schluss 'gebissen'. Und bei den wichtigen Punkten nicht locker gelassen." Wichtig waren die zwei Punkte im Osterkörbchen allemal, immerhin könnte die Cats jetzt nur noch ein (negatives) Wunder vom Klassenerhalt abbringen. Doch da man sich auf Schützenhilfe nicht verlassen will, kann das Ziel nur lauten, Platz Neun in der Endabrechnung zu verteidigen. Ein Sieg kommenden Woche in Göttingen (Sonntag, 15. April, 16 Uhr) lautet daher das nächste Ziel.

ChemCats: Eszter Csontos 19 Punkte/8 Rebounds, Romy Bär 15/14, Alena Sopirjaková 7, Kelley Berglund 7/8, Jessica Butler 5/8, Alexandra Riecka, Kristin Kretzschmar, Susann Drechsel.
BGZ: Maren Dölle 11/4, Jessica Höötmann 10/8, Jenny Schwarz 9/4, ...