Ein guter Coach trägt seine Mannschaft!

B-Girl
Eins muss gesagt werden: Eine so talentierte U 20 wie wir sie diese Saison hatten, wird es nicht so schnell nochmal geben!!Grund für die PEINLICHEN Niederlagen ist nicht zu 100% aber zu ca. 90% der "Coach" Alexander Papst!! Die restlichen 10% sind nur die verständlichen Konsequenzen, die sich aus dem absoluten FEHLVERHALTEN und aus den SCHLECHTESTEN TRAINERENTSCHEIDUNGEN, die wir je erlebt haben, ergeben!!! Alexander Papst hat mit "seiner U 20" alles andere getan, was selbstverständlich für eine Vorbereitung zur Zwischenrunde gewesen wäre: Die Trainingseinheiten, die 3x wöchentlich stattfanden, bestanden aus Wurftraining, welches von uns anfangs positiv aufgenommen wurde, und 3 gegen 3 Spielen. Es war nicht nur dieser einseitige Trainingsinhalt, sondern viel mehr die inkompetente Art des Trainers, die dazu führte, dass so gut wie keine Intensität im Training vorhanden war. Natürlich ist von Seiten der Spieler zugegeben worden, dass es auch ihr Fehler war, nicht in der Lage zu sein, Motivation zu finden. Doch ist dies nur die Konsequenz des Trainerverhaltens. Alexander Papst hat uns zu keinem Zeitpunkt motiviert, denn seine Meinung war: "In eurem Alter müsst ihr selbst in der Lage sein, euch zu motvieren." Somit wies er alles von sich. Ein guter Trainer tritt nun mal seinen Spielern in den Arsch (entschuldigen Sie die deutliche Ausdrucksweise, aber jeder, der versucht, einen guten Job als Trainer und Coach zu machen, wird verstehen, was ich meine). Dass Spieler regelmäßig nicht zum Training erschienen, wurde von ihm eigentlich auch nicht kritisiert. Es ist klar, dass Spieler in dieser Art von Training weder Motivation noch irgendeinen Sinn sahen, also ersparten sie sich manchmal den Weg zur Halle. Ist das nicht traurig? Es kommt ncoh viel schlimmergroßes Grinsen ie Tatsache, dass im Training nicht ein einziges Mal gesprintet wurde, von Zeit zu Zeit die Intensität noch mehr abnahm, obwohl man sich immer mehr schwierigeren Aufgaben näherte, und man nur 3x mit ca. 6 Leuten trainierte, war Grund für einige Spieler, selbst eine Halle aufzufinden, in der sie trainieren konnten.
Einer Mannschaft vor dem ersten Spiel in der Zwischenrunde zu sagen, wie krass die gegnerische Mannschaft sei und wir am besten lieber Kräfte sparen sollten, wenn wir merken es geht nicht, ist nicht die optimale Rede eine Zwischenrunde zu beginnen. Zitat: "Ich will euch keine Angst machen, aber...". In der 1. Halbzeit erzielte die erste 5 12 Punkte und der Coach sah sich nicht einmal in der zweiten Halbzeit verpflichtet, in den Spielereinsätzen mehr zu variiren. Nach der Niederlage hiess es dann: "Ihr hattet einfach Angst!". Ich erspare hier weitere Kommentare.
Mehrere Wochen vorher schlug die Mannschaft vor, eine Presse zu trainieren, so dass in entscheidenden Situationen, diese Presse gespielt werden konnte. Papst meinte jedoch, dass dies Unsinn sei und wir keine Presse bräuchten, die würden uns alle überrennen. Das entscheidende Spiel gegen Wedel hätten wie wahrscheinlich gewonnen, wenn wir die Presse in den letzten 2 Minuten eingesetzt hätten, da wir mit 6 Punkten hintenlagen. Aber stattdessen wurde von Trainerseite weiterhin befohlen, absinkende Defense zu spielen, um die Wege in die Zone zu zu machen. Diese Defense war die einzige Erfindung unseres Trainers und sie war natürlich alles andere als richtig. Spieler der gegnerischen Mannschaft fühlten sich zu keinem Zeitpunkt unter Druck gesetzt, denn wir durften ja keine Deny- Verteidigung spielen. Als dies von einigen Spielern auf eigene Faust trotzdem getan wurde, gab es schon Ballgewinne! Aber trotzdem sollten wir weiter diese grossartige Defense spielen.
Ein Coach, der mit seinem Team nicht einmal Fastbreaks im Training rennt und öfters verspätet kommt, um dann der Mannschaft zu sagen, dass sie sich selbst aufwärmen solle, ein Coach, der nicht einmal den Versuch wagt, seine Spieler richtig zu motivieren und eine Presse als schlechtes Mittel sieht, ein Coach, der nicht in der Lage ist, aufs Ganze zu gehen und immer wieder seine Spieler um Rat fragt, was für Systeme gespielt werden sollen und wer wen verteidigen soll, ist einfach nur SCHLECHT!!!
Viele Dinge wurden hier nicht erwähnt, aber hoffentlich ist einigen klar geworden, dass es mit einem wirklich guten Coach ganz anders ausgegangen wäre.
Der Inhalt dieses Briefes wurde von mehreren Spielern unterstützt und von denen, die ihn erst jetzt lesen, wird er spätestens jetzt unterstützt.
Nie wieder sollte ein Team mit so viel Potential so einem Coach überlassen werden!
Torsten
Ich kann natürlich den Frust verstehen, wenn man die Zwischenrunde so deutlich verliert. Fragwürdig erscheinen mir jedoch einige Punkte:
Jemanden hier in der Öffentlichkeit so zu kritisieren, der einen nicht unerheblichen Teil seiner Freizeit zur Verfügung stellt, zeugt von schlechtem Stil. Du hast ja offensichtlich nichteinmal den Mut, Deinen Namen unter dieses Posting zu schreiben, oder den Deiner "Mitstreiterinnen". Es wäre wohl deutlich fairer die Sache mit dem Trainer selber zu klären, anstatt ihn hier an den Pranger zu stellen. Fairness ist jedoch eine Tugend und was gelten Tugenden heute schon?? Was willst Du damit erreichen? Es ist aber auch ein leichtes, eigenes Unvermögen möglichst billig auf jemanden anderen abzuwälzen, das Leben kann doch so schön sein!!
Lulu
Es muß auch noch was anderes gesagt werden: Wir, die den Artikel gelesen haben und ihn unterstützen sollten, tun dies nicht! Auch wenn wir dem Inhalt teilweise zustimmen, wollen wir uns trotzdem davon distanzieren. Wir denken, es ist nicht der richtige Weg so eine Kritik ins Internet zu stellen. Wär es nicht möglich gewesen, das mit Pabst privat zu klären und dort seine Wut abzulassen?!
Boris
Guten Tag B-Girl, leider muß ich schon wieder auf eine annonyme Kritik antworten. Hier sehe ich mich als Trainerausschußvorsitzender aber dazu genötigt, da diese Anschuldigung unmittelbar in meinen Bereich fällt.

1. Annonyme Kritik ist Grundsätzlich schon mal nicht die richtige Art um Kritik zu üben, sie zeigt, dass du zu feige bist, um deine Meinung öffentlich zu vertreten, was aber auch heißen könnte, dass du sie nicht vertreten kannst. Den einige Ungereimtheiten ergeben sich ja schon daher, dass Lulu dir wiederspricht.

2. Ich gehe davon aus, dass in der Vorbereitung kein Gespräch mit dem Trainer stattgefunden hat. Auch Olli (mein Stellvertreter und zuständig für den weiblichen Bereich) oder ich wurden in irgendeiner Form angesprochen. Dies sollte man bei einer angeblich geschlossenen Meinung aber als wU20 schon schaffen.

3. Öffentliche Kritik ist meiner Meinung nach nie angebracht, denn der Trainer opfert eine Menge Zeit, um mit euch zu trainieren und zu den Endrunden zu fahren.

4. Ich weiß zwar nicht wer du bist, aber ich gebe dir gerne die Möglichkeit nächste Saison dich selber als Trainer zu beweisen. Sprich mich einfach an, oder schicke mir eine E-Mail Boris.Tetzlaff@arcor.de.

5. Ich kannn leider nichts zu den Spielen sagen, da ich bei der mU16 Zwischenrunde in Hagen war. Dennoch könnte ich dir aber so einige fachliche Gründe als Trainer benennen, weswegen man zum Beispiel nicht unbedingt Deny oder Presse spielt. Auch hier kann man die Gründe von Alexander nur erfahren, wenn man mit ihm redet.

Ich denke mit Alexander Pabst haben wir einen quallifizierten Trainer euch zur Seite gestellt, und über Trainigsphillosophien kann man ja sowieso unendlich lange diskutieren.
Robert
Ich denke, Torsten, Lulu und Boris haben alles Wichtige zu diesem Kommentar gesagt.

Da ich es zunehmend leid bin, anonym geäußerte Kritik an ehrenamtlichen Funktionsträgern auf bedenklich niedrigem Niveau in unserem Forum zu ertragen, nehme ich mal mein regulatives Recht war und schliesse diesen Beitrag.

Robert
Robert
Und hier eine Antwort von Alexander zu diesem Thema.

Dies Antwort wird von mir ohne Veränderungen widergegeben:

Stellungnahme zum Bericht des B-Girls

Zu dem oben genannten Bericht des B-Girls möchte ich wie folgt Stellung nehmen :

Die Art und Weise dieses Berichtes ist charakterlos und zeugt von großer Unreife. Es spiegelt verletzte Eitelkeit wieder und bestätigt den von mir gewonnenen Eindruck über die Autorin. Ich hoffe aber, dass es ihr, nach diesem Bericht etwas besser geht.

Es ist richtig, dass in dieser Mannschaft eine Menge Potential gesteckt hat. Dieses Potential wurde aber von ihr selbst leichtfertig verschwendet. Als wir Mitte März mit dem Training begannen, war die Mannschaft sich darüber einig, dass man das Ziel hatte zur Deutschen Meisterschaft zu fahren. Für die Erreichung dieses Ziels wurde aber zu wenig getan. Es gab keine einzige Trainingseinheit, in der wir vollzählig trainieren konnten. Dies hatte mehrere Gründe. Zum einen dauerte die Saison der 1. Damen ziemlich lange, so dass drei Spielerinnen ständig dort trainierten, zum anderen stehen alle Spielerinnen kurz vor dem Abitur, so dass schulische Veranstaltungen oftmals wichtiger waren. Daneben gab es noch viele andere Gründe. Ich hatte nie das Gefühl, dass die Mannschaft geschlossen das Ziel Deutsche Meisterschaft ernsthaft verfolgt hätte. Eine geschlossene Mannschaft hat es sowieso nicht gegeben. Es besteht zwar eine Kooperation zwischen Tusli und BGZ, dieses scheint aber in vielen Köpfen noch nicht angekommen zu sein. Natürlich führte die mangelnde Trainingsbeteiligung zu einer Demotivation der übrigen Spielerinnen. Diese Demotivation ist mir aber nicht vorwerfbar. Die Motivation regelmäßig zum Training zu erscheinen, hätte von jedem Einzelnen selbst kommen müssen. Der Bericht zeugt auch deshalb von Unreife, weil sich die Verfasserin anscheinend ohne in den „Arsch“ getreten zu werden, nicht selbst bewegen kann. Eine solche Unmündigkeit einer 18- bis 20-jährigen ist schon bedenklich. Selbst wenn man die Peitsche rausgeholt hätte, wäre das meines Erachtens nicht sinnvoll gewesen. Zwei Monate vor der Ostdeutschen Meisterschaft hätte jeder selbst daraufkommen müssen, um was es geht. Vom Anschreien wäre die Trainingsbeteiligung auch nicht höher gewesen und sieben bis acht Spielerinnen anzuschreien und in den Arsch zu treten, empfinde ich als lächerlich. Zumal auch jegliches Druckmittel fehlte.

Zu den Trainingsinhalten ist zu sagen, dass mein Hauptaugenmerk erst einmal daraufgerichtet war, dass Zusammenspiel der, aus verschiedenen Mannschaften stammenden Spielerinnen zu fördern. Es mussten einheitliche Systeme trainiert werden. Dieses wurde durch die oben erwähnte Trainingsbeteiligung erschwert. Es konnte nie 5 gegen 5 gespielt werden. Um dies zu umgehen, habe ich natürlich nachgefragt, welche Systeme alle kennen und gerne spielen würden, da die von mir zunächst vorgeschlagenen Systeme durch die mangelnde Trainingsbeteiligung nicht intensiv genug geübt werden konnten. Verständlicherweise hält sich auch bei einer Trainingsbeteiligung von sieben Spielerinnen die Motivation des Trainers in Grenzen, so dass dies zugegeben auch Auswirkungen auf die Intensität des Trainings hatte. Dass ein Training nur dann intensiv ist, wenn man sprintet, finde ich zweifelhaft. Jedenfalls wurde von mir Fitness (wegen der langen Saison) und Geradeauslaufen vorausgesetzt. Der spielerische Aspekt erschien mir zunächst wichtiger und intensives Wurftraining gehört nun mal zu einer Vorbereitung auf eine Meisterschaft dazu. Andere Sachen wurden daher sicherlich vernachlässigt. Es fehlte einfach an mehr Vorbereitungszeit.

Zu der Zwischenrunde ist folgendes zu sagen:

Ich war aufgrund der Trainingsbeteiligung überhaupt überrascht, dass wir die Norddeutsche Meisterschaft überstanden haben. Wäre der Coach so schlecht gewesen, wie in dem Bericht dargestellt, hätte man sicher schon gegen Halle verloren.

Das erste Spiel bei der Zwischenrunde gegen Dorsten war niemals zu gewinnen. Mit 6 Nationalspielerinnen bestückt und einer Durchschnittsgröße von Meter 1,85, war das Niveau einfach zu hoch für uns. Dennoch habe ich gesagt, dass man zunächst schauen sollte, wie sich das Spiel entwickelt. Bei einem hohen Rückstand sollten Kräfte für die anderen beiden Spiele gespart werden und die zweite Fünf mehr zum Einsatz kommen. Nach dem ersten Viertel stand es schon 2:19, so dass spätestens in der Mitte des zweiten Viertels, bei einem Rückstand von über 25 Punkten durchgewechselt wurde. Die Einschätzung war einfach nur realistisch. Sogar der Zweitplatzierte der Zwischenrunde Wedel verlor mit 47:109 gegen Dorsten.

Das Wedelspiel am nächsten Morgen war das „Endspiel“ für uns, da Wedel Neuss bezwungen hatte. Aus zwei Spielen von der Norddeutschen, war uns diese Mannschaft schon bekannt. Diese hat eine überragende Bundesligaspielerin. Sie konnte in den vergangenen Spielen niemand von uns halten ( selbst Box and One hat nichts gebracht). Um Penetrations von ihr zu verhindern und eng in der Hilfe zu stehen lies ich eine absinkende Mann-Mann-Verteidigung spielen. Dies lief auch anfangs gut, bis einige Spielerinnen sich selbständig machten und anfingen ab der Mittellinie zu verteidigen. Folge war, dass wir dem Gegner Räume boten, um zu penetrieren und wir 12 Punkte hinten lagen. Diesem Rückstand liefen wir stetig hinterher. Als wir uns wieder auf sechs Punkte rankämpften, fingen wir uns zwei Sekunden vor der Halbzeit einen Dreier aus 20 Metern ein. Parallel dazu lief das dritte Viertel ab. Kurz vor Schluss dieses Viertels fingen wir wieder einen Korb, so dass wir mit neun Punkten Rückstand ins letzte Viertel gingen. Zwei Minuten vor Schluss stand ich vor der Entscheidung Presse oder weiterhin absinken. Bei fünf Punkten Rückstand und Ballbesitz entschloss ich, die Verteidigung nicht zu ändern, zumal eine Presse in den beiden vorigen Spielen dazu führte, dass wir überrannt wurden. In der Folgezeit haben wir dann keinen Korb mehr gemacht. Wir haben das Spiel nicht in den letzten beiden Minuten verloren, sondern schon viel früher. Unnötige Ballverluste und die Big-Points die der Gegner und nicht wir machten, waren meines Erachtens ausschlaggebend. Sicherlich hätte man eine Presse spielen können, dies erschien mir aber nicht sinnvoll. Zu dieser Entscheidung stehe ich immer noch. Da wir niemals 5-5 im Training spielen konnten, konnte auch eine Presse nicht geübt werden. Trockenübungen ohne Angreifer wären nicht sinnvoll gewesen. Wer dies anders sieht, mag es anders sehen. Ich habe mich nur beim Lesen des Berichtes gefragt, welches Spiel dieses B-Girl denn gesehen hat.

Zu den beiden Verspätungen ist zusagen, dass ich beim erstenmal ein Spiel mit meiner WU 14 in der alten Halle hatte. Beim zweiten Mal musste ich mich um die Nachmeldung einer U 18 Spielerin kümmern. Beide Male war ich in der Hall zugegen. Von einer U20-Mannschaft kann man erwarten, dass sie sich ausnahmsweise selbst „warmmachen“ kann.

Ich möchte aber auch nicht alle Kritik von mir weisen. Sicherlich hätte ich vielleicht mich nicht von dem destruktiven Verhalten mancher Spielerinnen anstecken lassen dürfen. Dies führte zu einer gewissen Lustlosigkeit, die manche Spielerinnen nicht verdient haben. Die aufgrund der oben erwähnten mangelnden Vorbereitung entstandene Verunsicherung der Mannschaft in jeglicher Hinsicht, färbte leider auch auf mich ab. Hier hätte ich sicherlich meinen eigenen Weg beibehalten sollen.

Ich will mich aber auch nicht an den Pranger stellen lassen. Die volle Verantwortung für das verpasste Ziel lehne ich ab.

Alexander Pabst